Hilfe! Welche Flaschensaugergröße sollte ich verwenden?

Welche Flaschensaugergröße sollte ich am besten verwenden? Dies ist eine der am häufigsten gestellten Fragen an unseren Kundendienst. Und das ist nicht ungewöhnlich. Es kann ziemlich schwierig sein, die richtige Flaschensaugergröße zu finden.

Denn die richtige Größe hängt nicht nur von der Größe der Saugeröffnung ab. Zum größten Teil ist das Trinkverhalten des Kindes der wichtigste Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Unter Trinkverhalten versteht man die Saugkraft des Kindes sowie die Fähigkeit die Trinkmenge zu dosieren. Jedes Kind hat ein individuelles Trinkverhalten, welches sich im Laufe des ersten Lebensjahres auch regelmäßig ändert.

Um sich für den richtigen Sauger zu entscheiden, sollten Sie zwei Dinge beachten: das Trinkverhalten und die Fütterungszeit. Für die meisten Kinder ist eine Fütterungszeit zwischen 15 und 20 Minuten ideal.

Trinkt Ihr Baby schneller, hat folglich aber keine Beschwerden wie übermäßiges Spucken, Aufstoßen, unruhiges Trinken oder Krämpfe? Dann ist alles in Ordnung und Sie müssen nichts verändern. Wenn die Nahrungsmenge zunimmt, brauchen Kinder von sich aus in der in der Regel auch etwas länger.

Wenn Ihr Kind langsamer trinkt, dabei aber nicht einschläft und die ganze Mahlzeit trinkt, brauchen Sie ebenfalls nichts zu ändern. Beachten Sie, dass Fütterungen zwischen 45 Minuten und einer Stunde tatsächlich zu lange dauern. Ihr Kind ist dann nicht in der Lage, richtig gut zu trinken, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es aufgrund von Müdigkeit sogar zu wenig trinkt.

Auch die Art der Lebensmittel spielt eine Rolle. Dickflüssige Nahrung wie Brei benötigt eine breitere Saugeröffnung als dünnflüssige Nahrung wie Muttermilch oder Milchnahrung.

Die richtige Wahl hängt demnach von einer Reihe von Faktoren ab:

  • Die Saugkraft Ihres Kindes
  • Die Dosierfähigkeit Ihres Kindes
  • Das Alter Ihres Kindes
  • Art der Lebensmittel

Manchmal haben Sie den richtigen Flaschensauger und die passende Nahrung für das Alter Ihres Babys, aber das Füttern klappt trotzdem nicht so gut. Das Trinken geht zu schnell oder dauert zu lange. Wie können Sie das Problem lösen?

Mein Kind trinkt zu schnell

Ihr Kind ist jünger als 3 Monate, bekommt dünnflüssige Nahrung aus einem Flaschensauger der Größe S (klein) und trotzdem geht das Trinken zu schnell.

Diese "Startschwierigkeit" kommt häufig vor und kann sowohl bei Frühgeborenen als auch bei Babys, die zum errechneten Geburtstermin geboren wurden, auftreten. Vor allem in den ersten 6 Wochen.
Wie kann das?

Für kleine Babys ist es recht schwierig, die Nahrung mit Hilfe ihrer Zunge und in Kombination mit ihrer Saugkraft zu dosieren. Die Koordination zwischen Saugen, Dosieren, Schlucken und Atmen funktioniert noch nicht optimal. Daher kann es selbst mit Größe S (klein) noch zu schnell gehen. Die gute Nachricht: Dieses Problem ist meist nur vorübergehend.

Eine Lösung könnte sein:


Dentaler Flaschensauger

In diesem Fall können Sie sich (vorübergehend) für einen dentalen Flaschensauger entscheiden. Dieser Sauger kann Babys mit Reflux, Babys, die sich leicht verschlucken, Babys, die zu schnell trinken, oder Frühgeborenen helfen. Der dentale Flaschensauger ist an zwei Seiten flach, was es einfacher macht, die Zunge unter dem Sauger zu halten. Denn dies ist für einen gleichmäßigen Trinkfluss erforderlich. Außerdem befindet sich die Saugöffnung nicht wie beim naturalen Flaschensauger auf der Spitze des Saugers, sondern auf der Oberseite zum Gaumen hin. Wenn ein Baby nun saugt, fließt die Nahrung nicht direkt in den hinteren Teil seines Rachens, sondern trifft auf den Gaumen, wodurch die Nahrung gleichmäßiger im Mund verteilt wird. Dies verhindert Verschlucken und Schreckreflexe und sorgt dafür, dass Ihr Kind den Trinkfluss gleichmäßig dosieren kann.

Tipp: Wenn Ihr Baby mit diesem Sauger über einen längeren Zeitraum gut trinkt, können Sie von Zeit zu Zeit wieder den normalen S-Flaschensauger (klein) verwenden. Wenn dies ebenfalls gut funktioniert, können Sie wieder komplett auf den normalen S- Flaschensauger umsteigen. Sollten Sie weiterhin Probleme haben, setzen Sie die Fütterung mit dem dentalen Flaschensauger fort und versuchen Sie es später erneut.

Der dentale Flaschensauger ist hier erhältlich. 

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Nahrung eindicken

Wussten Sie, dass Sie abgepumpte Muttermilch oder Milchpulver-Nahrung vorübergehend mit Johannisbrotkernmehl eindicken können? Die Nahrung fließt dann weniger schnell aus dem Sauger, auch wenn das Baby kräftig saugt. Außerdem ist es für das Baby schwieriger, die Milchnahrung wieder aufzustoßen. Das liegt daran, dass die Nahrung buchstäblich schwerer im Magen liegt als vollständig flüssige Nahrung. Johannisbrotkernmehl wird daher häufig bei Säuglingen empfohlen, die übermäßig viel spucken (Reflux).

Tipp: Achten Sie bei der Zugabe von Johannisbrotkernmehl nicht nur auf die Dosierungsanleitung. Bereiten Sie die Nahrung so zu, dass sie die ideale Fließgeschwindigkeit für Ihr Baby hat. Wenn das Trinken immer noch zu schnell geht, machen Sie es ein wenig dicker. Sollte das Trinken zu langsam gehen, bereiten Sie die Nahrung etwas dünner zu.

Fließt die eingedickte Nahrung nicht mehr durch den S-Flaschensauger? Dann empfehlen wir Ihnen, einen M-Flaschensauger zu verwenden und die Nahrung gegebenenfalls noch etwas anzudicken. Man kann die Konsistenz endlos variieren, die Größe der Flaschensauger allerdings nicht.

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Das Trinken geht zu langsam

Das Trinken Ihres Kindes geht zu langsam? Wählen Sie eine größere Saugergröße, auch wenn Ihr Kind jünger ist als die Altersangabe auf der Verpackung. Das kann daran liegen, dass Ihr Kind ein größeres Bedürfnis nach einem schnelleren Trinkfluss hat oder dass die Nahrung zu dick für die Saugergröße ist.

Tipp: Angedickte Lebensmittel wie Johannisbrotkernmehl- und Getreidebrei dicken beim Abkühlen weiter ein. Das kann bedeuten, dass die Nahrung in den ersten Minuten gut durchläuft, Ihr Kind aber unruhig wird beim Trinken, weil nichts mehr herauskommt. Dem lässt sich leicht vorkommen, indem der Rest mit Wasser oder Milch verdünnt wird (ein paar ml können einen Unterschied machen) oder indem die Nahrung in zwei Teilen zubereitet wird.

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Die richtige Saugergröße für mein Baby ist nicht dabei

Auch dies geschieht regelmäßig. Die eine Größe geht zu langsam und die andere Größe geht zu schnell. In der Regel handelt es sich dabei um vorübergehende Probleme, die sich von selbst erledigen, wenn das Kind älter wird und eine gute Trinktechnik entwickelt. Um diesen Zeitraum zu überbrücken, ist es praktisch, mit der Nahrungskonsistenz zu "spielen". Sie können diese nämlich einfach an Ihr Kind anpassen. Siehe hierzu auch Punkt "Nahrung eindicken".

Beispiel 1: Sie verwenden einen kleinen Flaschensauger und geben dünnflüssige Nahrung. Größe S geht zu langsam und Größe M geht zu schnell. Dicken Sie die Nahrung dann etwas ein, damit sie durch den Medium Sauger fließen kann. Dünnflüssige Nahrung kann nicht noch flüssiger gemacht werden. Wenn Ihr Kind ein paar Wochen weiter ist, muss die Nahrung sehr wahrscheinlich sowieso nicht mehr eingedickt werden.

Beispiel 2: Sie füttern Getreidebrei. Dieser fließt zu langsam durch einen Medium-Sauger und zu schnell durch einen Large-Sauger. Sie haben dann zwei Möglichkeiten. Entweder Sie bereiten die Nahrung etwas dünner zu, damit Sie weiterhin einen Medium-Sauger verwenden können, oder Sie bereiten die Nahrung etwas dicker zu, damit sie besser durch den Large-Sauger fließt.

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Beobachten Sie das individuelle Trinkverhalten

Die Altersangaben bei Flaschensaugern sind Richtwerte. Am wichtigsten ist es, das individuelle Trinkverhalten des Kindes zu beobachten. So kann beispielsweise ein Kind älter als 3 Monate immer noch gerne aus einem S-Flaschensauger trinken, während ein Kind jünger als 3 Monate vielleicht schon für einen Medium-Sauger bereit ist. Solange die Fütterung zufriedenstellend ist, gibt es keinen Grund, auf eine andere Größe umzusteigen!

Flessenspenen Difrax

Difrax bietet eine Reihe verschiedener Flaschensauger für unterschiedliche Altersgruppen und Nahrungsarten an. Sämtliche Informationen, die Sie über Difrax-Flaschensauger benötigen, finden Sie hier. 

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